»Die städtebauliche Zukunft des Schloßpark-Quartiers. Eine Option für die EXPO 2000?«
Anläßlich der aktuellen Schloßpark-Diskussion in der Löwenstadt und der Übergabe des Vom Bauunternehmer Michael Munte dem Braunschweigischen Landesmuseum gestifteten Schloßmodells informiert das BRAUNSCHWEIGISCHE LANDESMUSEUM noch bis zum 31. Mai 1998 in einer Sonderausstellung über die Geschichte vom »Grauen Hof« sowie über das Braunschweiger Residenzschloß und verweist auf Visionen am Übergang zum nächsten Jahrtausend.
Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, sich im Forum des Vieweghauses am Burgplatz bei freiem Eintritt die Präsentation anzuschauen, um sich für eine sachlich orientierte und spannende Diskussion zur städtebaulichen Zukunft des Schloßpark-Quartiers anregen zu lassen.
Kontakt: Dr. Hans-Jürgen Derda - Dr. Angela Klein BLM, Burgplatz 1, 38100 Braunschweig - T: (0531) 4842619 - F: (0531) 4842607 - e-mail: blm@blm.bs.shuttle.de
Noch bis zum 28. Juni 1998
zeigt das BRAUNSCHWEIGISCHE LANDESMUSEUM in der Abteilung Ur- und Frühgeschichte in Wolfenbüttel, Kanzleistraße 3, die Sonderausstellung
»Pipeline-Archäologie zwischen Harz und Heide«
Durch die erhebliche Ausweitung der Erdgasversorgung in den ländlichen Bereich hinein waren in den letzten Jahrzehnten für den modernen Pipeline-Bau enorme Bauvorhaben notwendig. Archäologische Denkmale, im Boden verborgene Hinterlassenschaften menschlicher Siedlungstätigkeit aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit und aus dem Mittelalter wurden bei dieser Vorgehensweise oft unerkannt zerstört. Die fachliche Betreuung des Pipeline-Baus ist deshalb in den letzten Jahren zu einem wichtigen Anliegen der archäologischen Denkmalpflege geworden. Die baubegleitenden Arbeiten führten zur Entdeckung zahlreicher neuer bedeutender archäologischer Fundstellen sowie zur Klärung historischer Fragen auf bereits bekannten Plätzen im Verlauf der Pipeline-Trasse. Zu vielen Zeitabschnitten der ur- und frühgeschichtlichen Entwicklung von der Jungsteinzeit bis in das Mittelalter konnten dadurch neue Erkenntnisse zu Befestigungsanlagen, Siedlungs- und Bestattungsplätzen, aber auch zu Kultur- und Stammesgruppen sowie religiösen Vorstellungen und handwerklichen Techniken gewonnen werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden in der Ausstellung anhand der Funde thematisch dargestellt und in einer Begleitschrift dokumentiert.
BLM Vorschau
29. November 1998 - 28. Februar
1999:
»Die Welt im Kleinen. Geschichte und Geschichten aus der Welt des Spielzeugs für Kinder und Erwachsene«
Kontakt: Ltd. Museumsdirektor Gerd Biegel, M.A - Dr. Angela Klein - BLM, Burgplatz 1, 38100 Braunschweig - T: (0531) 4842619 - F: (0531) 484- 2607 - e-mail: klein@blm.bs.shuttle.de
Aus der Geschichte des Museums
Das Braunschweigische Landesmuseum wurde 1891 als Vaterländisches Museum gegründet und hatte nach provisorischen Anfängen seit 1906 seinen Standort in den Räumen Hinter Aegidien. Aegidienkirche, Klosterräume und Pauliner Chor schufen eine stimmungsvolle Atmosphäre zur Präsentation der braunschweigischen Landesgeschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg mußte das Museum die Aegidienkirche als Ausstellungsraum aufgeben, da die katholische Gemeinde dringend eine neue Pfarrkirche benötigte. Über lange Jahre hinweg waren die Ausstellungs- und Magazinverhältnisse für das Museum daher äußerst schwierig und in keiner Weise mehr der Bedeutung der Sammlungen angemessen. Durch Sonderausstellungen versuchte man damals diese Schwierigkeiten zu überbrücken.
Als 1976 der traditionsreiche Verlag Vieweg nach Wiesbaden wechselte, konnte das Verlagsgebäude am Burgplatz einige Zeit darauf durch das Land Niedersachsen für die zukünftige Nutzung durch das Braunschweigische Landesmuseum erworben werden. Diese Entscheidung war ein Glücksfall für das Museum. Das Vieweghaus wurde zwischen 1798 und 1804 durch den Berliner Verleger Friedrich Vieweg und mit Unterstützung des regierenden Herzogs Carl Wilhelm Ferdinand am Burgplatz in Braunschweig errichtet.
Noch heute zählt das Vieweghaus zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Stadt Braunschweig. Der Umbau des Vieweghauses für die Museumszwecke dauerte mehrere Jahre und war vor allen Dingen geprägt durch die Bemühungen, dem historischen Baudenkmal weitgehend wieder gerecht zu werden.
Der Weg zur Museumseinrichtung wurde 1985 unterbrochen durch die Niedersächsische Landesausstellung »Stadt im Wandel« und durch den Wechsel im Amt des Direktors im Jahr 1986. Die ehemaligen Museumsräume Hinter Aegidien wurden 1987 als Ausstellungszentrum konzipiert und im Oktober 1987 zusätzlich die Abteilung Jüdisches Museum dort eröffnet. Daneben verfügt das Braunschweigische Landesmuseum noch über die Abteilung Ur- und Frühgeschichte in Wolfenbüttel und das Bauemhausmuseum in Bortfeld, Landkreis Peine.
Das neue Landesmuseum
Das Braunschweigische Landesmuseum ist ein historisches Museum, das die Geschichte des ehemaligen Herzogtums Braunschweig von seinen Anfängen bis in die Gegenwart dokumentiert. Bei der Neueinrichtung wurde versucht, die umfangreichen Bestände unter historisch-thematischen Gesichtspunkten zu präsentieren und nicht mehr nach wissenschaftlichen Abteilungen und objektbezogenen Sachgruppen. Der Besucher kann so in einem Durchgang durch die Ausstellungsräume auf mehr als 5000 qm die Leitlinien und Schwerpunkte der braunschweigischen Landesgeschichte von 772 bis in die 1989 Jahre unseres Jahrhunderts erwandern.
Der große Zeitraum der reichen Geschichte und Kultur des Braunschweiger Landes ist dabei im Museum in 14 Stationen unterteilt, die jeweils grundlegende Epochen oder Themenschwerpunkte umfassen. Innerhalb dieser Themenschwerpunkte wurden die zur Darstellung notwendigen Zeugnisse aus Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Technik, Kunst, Volkskunde und Sozialgeschichte zusammengeführt.
In der reichen Fülle der ausgestellten Objekte, wie etwa Gemälden, Plastiken, Waffen, Dokumenten, Uniformen, Kleidungsstücken, Möbeln, Handwerksgeräten, landwirtschaftlichen Geräten, technischen Maschinen, Objekten des Alltagslebens usw. begegnet dem Besucher die reiche und vielfältige Geschichte und Kultur des Braunschweiger Landes, mit einer Fülle von Ereignissen, Entwicklungen und Persönlichkeiten in Politik, Wirtschaft und Kultur, wie sie in ähnlicher Dichte in vergleichbaren Landschaften kaum anzutreffen sind. Neben der Vielzahl der ausgestellten Objekte bietet die ergänzende Information die Möglichkeit, die braunschweigische Landesgeschichte in ihrem Zusammenhang zur deutschen und gesamteuropäischen Geschichte kennenzulernen. Alle historisch Interessierte sind eingeladen, das neue Landesrnuseum und seine drei Außenstellen regelmäßig zu besuchen und den Reichtum der braunschweigischen Landesgeschichte selbst zu entdecken oder bei Führungen kennen zu lernen.
Gerd Biegel, M.A.
Ltd.
Museumsdirektor
BLM - Ein großes Museum in vier Häusern
BLM Burgplatz:
Di
- So 10 - 17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr - Dauerausstellung zur
Braunschweigischen Landesgeschichte - Kabinettausstellungen -
Burgplatz 1, 38100 Braunschweig - T: (0531) 484-2602 - F: 484-2607 -
e-mail: blm@blm.bs.shuttle.de
BLM Ausstellungszentrum Hinter Aegidien:
Di - So 10 - 17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr - Abteilung Jüdisches Museum - Sonderausstellungen - Historische Räume des Aegidienklosters - Hinter Aegidien, 38100 Braunschweig - T: (0531) 484-2559
BLM Abteilung Ur- und Frühgeschichte Wolfenbüttel:
Di - Fr 10 - 17 Uhr, So 10 - 17 Uhr - Kanzleistraße 3, 38300 Wolfenbüttel - T: (05331) 2 70 71 - F: (05331) 2 94 97
BLM Bauernhaus-Museum Bortfeld:
So 10 - 13 Uhr und 14.30 - 17 Uhr sowie nach Anmeldung bei Frau Reischwitz - Katzhagen 7, 38176 Wendeburg - T: (05302) 28 51
Anmeldung für Führungen:
Mo - Fr. 8 - 12 Uhr
für Braunschweig: T: (0531) 484-2602
für
Wolfenbüttel: T: (05331) 2 70 71
für Bortfeld: T:
(05302) 28 51
Direktion:
Abteilung Kulturgeschichte,
Volkskunde, Wirtschafts- und Technikgeschichte,
Öffentlichkeitsarbeit, Sonderaustellungen:
Ltd.
Museumsdirektor Gerd Biegel, M.A. - Stephanie Beuster, M.A. - Dr.
Angela Klein
T: (0531) 484-2602
e-mail:
biegel@blm.bs.shuttle.de
Abteilung Landesgeschichte:
Oberkustos Dr. Christof Römer - T: (0531) 484-2606
Abteilung Ur- und Frühgeschichte:
Oberkustos Wolf-Dieter Steinmetz, M.A. - T: (05331) 2 70 71
Abteilung Jüdisches Museum -
Pressestelle:
Dr. Hans-Jürgen Derda - Dr. Johannes Graf
- T: (0531) 484-2630 - e-mail: derda@blm.bs.shuttle.de
Abteilung Musemspädagogik:
Kustos Wulf Otte - T: (0531) 484-2604