Kultur
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![]() Hermann LönsMitteilungen des Verbandes der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e. V.Geschäftsstelle: Hermann-Löns-Straße 8,29664 Walsrode, Tel. 05161/977 219
Allgemeiner TeilEinladung zur Hermann-Löns-Woche 2000Die Löns-Woche findet in der Zeit vom 21. bis 27. August 2000 statt. Sie endet mit der Festansprache am Löns-Grab und einem Theaterstück sowie Musik. Festredner: Wildmeister und Kreisjägermeister Erhard Brütt Ich lade Sie zu den folgenden Veranstaltungen ein: Mittwoch, 23.08.2000, 14.00 Uhr, Busfahrt in die Heide Donnerstag, 24.08.2000, 19.30 Uhr, Rahlfs-Abend, Düshorn, S. 8 ff., 20 Samstag, 26.08.2000, Heidemuseum "Rischmannshof" 15.00 Uhr Jahreshauptversammlung des Löns-Verbandes, S. 11 16.00 Uhr Bücherbörse (Tauschforum für Löns-Bücher) 19.30 Uhr Löns-Abend (Dia-Vortrag v. R. Hanke) Sonntag, 27.08.2000, 15.00 Uhr, Feierstunde am Löns-Grab 19.30 Uhr Theaterstück und musik. Darbietungen, S. 7 ff. Ihre Monika Seidel, 1. Vorsitzende
Von Hermann Löns sind mehr als 60 farbige Bildpostkarten bekannt, die er seinen Freunden zusandte. Die bislang bekannten stammen alle aus dem Jahre 1913, bzw. eine aus dem Jahre 1914. Sie befinden sich in folgenden Sammlungen: Stadtbibliothek Hannover 34 Stück Stadt- und Landesbibliothek Dortmund 15 Stück Historisches Museum Schloß Gifhorn 9 Stück Privatsammlung 1 Stück In den Jahren 1998 und 1999 kamen 3 Bildpostkarten ans Tageslicht, die von Hermann Löns bereits 1907 (2 Stück) und 1911 gemalt wurden.
Im Juni 1998 erwarb
die Stadtbibliothek Hannover eine Löns-Briefsammlung aus dem Nachlaß
des Tierarztes Dr. Wilhelm Dahlgrün, der zu Löns-Lebzeiten und später
insgesamt 27 Jahre die Tiere im Zoo Hannover betreute und zum engen Freundeskreis
von Hermann Löns ge-hörte. Diese Briefsammlung besteht aus 7 Briefen
und Postkarten an Eine kleine Sensation war eine farbige Bildpostkarte, die Hermann Löns an Dahlgrün oder Peets aus seinem Harzurlaub versandte. Hermann Löns mit Frau Lisa und Sohn Dettmer hielten sich von ca. 24. Mai 1907 bis ca. 25. Juni 1907 in Nöschenrode bei Wernigerode/Harz auf. Die handgemalte farbige Postkarte stellt drei blockförmig skizzierte Per-sonen, Vater, Mutter und Kind dar. Im Hintergrund befinden sich auf einer Blumenwiese zwei Bäume, ein Haus, eine Kirche, ein Spielzeugschaf auf Rädern und eine bergige Landschaft mit einer Burg. Hermann Löns liegt ruhend unter einem Baum, Lisa Löns strickt sitzend und Klein-Dettmer pflückt bückend Blumen. Die Bildunterschrift lautet: "Es Sie Er. Gruß von den Brockenfrischlingen". Da die Rückseite der Postkarte nicht beschrieben ist, aber aus dem Löns-Urlaub Mai/Juni 1907 stammt, war diese Postkarte die bislang älteste bekannte handgemalte Postkarte von Hermann Löns. Anfang 1999 übernahm das Wissenschaftliche Forschungsarchiv Hermann Löns, Ascheberg-Herbern (WFHL), einen Restnachlaß von Jans Rödiger, Kgl. Hofmaurermeister zu Münster. Dieser Nachlaß besteht aus einem Schriftwechsel von Deimann mit Rödiger aus der Zeit von 1920-1922, Autographen und Dokumenten von Edmund Löns, Konrad Löns, Lisa Löns und Alwine Erbeck, der Schwester von Hermann Löns` erster Frau Elisabeth. Von Hermann Löns sind drei Bücher mit handschriftlichen Widmungen, ein Studentenfoto aus dem Sommersemester 1889 in Münster, sowie 2 Postkarten an Jans Rödiger in diesem Restnachlaß. Eine Postkarte ist ein Foto von Lisa Löns mit Sohn Dettmer. Sensationell ist die zweite Postkarte, die dasselbe Motiv, wie aus dem Nachlaß Dahlgrün beschrieben, aber spiegelbildlich, darstellt. Diese Postkarte ist datiert 7.6.1907, Nöschenrode bei Wernigerode und hat die Bildunterschrift: "Lönsens in der Sommerfrische". Eingangs wurde erwähnt, daß bislang nur Bildpostkarten aus dem Jahre 1913/14 bekannt waren. Die beiden Postkarten von 1907, als früheste Versuche von Hermann Löns als Zeichner und Maler, schienen Ausnahmen zu sein. Der Zufall wollte es, daß das Löns-Archiv Ascheberg-Herbern im November 1999 eine weitere Erwerbung machen konnte, die eine Lücke zwischen den Jahren 1907 und 1913 schließt. Am 11.6.1911 versandte Hermann Löns eine weitere handgemalte Bildpostkarte von Niendorf an der Ostsee. Hermann Löns entspannte sich dort von ca. 22. Mai 1911 bis ca. Mitte Juni 1911 mit seiner Familie, um auch seine angeschlagene zweite Ehe wieder zu beleben, die allerdings am 27.7.1911 mit dem Auszug von Lisa Löns mit Sohn Dettmer aus dem gemeinsamen Haushalt in Hannover endete. Die handgemalte Postkarte von der Ostsee ist im selben Stil wie die beiden 1907er gezeichnet. Anstatt der Wiese ist jetzt ein Strand zu sehen. Klein-Dettmer pfückt allerdings keine Blumen, sondern hat ein Schüppchen in der Hand. Es fehlt auch nicht das rollende Spielzeugschaf. Anstatt zwei Bäumen ist nur noch einer vorhanden. Im Hintergrund sieht man die Ostsee mit einem Segelschiff. Die Bildunterschrift lautet: "Schöne Grüße vom grünen Ostseestrande. Er Sie Es. Niendorf, Ostsee. 11.6.11. (Löns)". Diese Postkarte versandte
Hermann Löns mit Text am 12.6.1911 an Fräulein Elfriede Schönhagen
zu Reinstorf bei Lüneburg, die später den Pastor Rotermund heiratete.
Hermann Löns hatte in der Zeit von April 1910 bis Oktober 1911 einen ausführlichen
Schriftwechsel mit Der umfangreiche Schriftwechel von Hermann Löns mit Elfriede Schönhagen sei noch ergänzt durch ein Dokument aus der Stadtbibliothek Hannover (B. Walter (1993): H. Löns, Autographen-Verzeichnis, Nr. 544): "Hermann Löns bittet seinen Verleger A. Sponholtz in einem Brief vom 27.2.1914 Frau Rotermund darüber aufzuklären, daß sie nicht als literarische Vorlage für die Figur der Swaantje in ‘Das zweite Gesicht’ diente, wie sie annimmt. Sponholtz solle den Namen des wahren Modells, den er kenne, nicht preisgeben. Da Frau Rotermund Hermann Löns bei der Redaktion der Beilage ‘Heimat’ in freundlicher Weise unterstützte, bedauert Löns das Mißverständnis".
Die in den Jahren ‘98 u. ‘99 aufgefundenen Nachlässe (Dahlgrün/Peets, Rödiger, Schönhagen/Rotermund u. weitere neue Quellen) lassen eines sicher erscheinen: Einige Kapitel in der Löns-Biographie müssen neu geschrieben werden. Auch die sehr verdienstvolle
Arbeit von Barbara Walter: "Lisa Hausmann-Löns (1871-1955), Die Frau hinter
den Kulissen" in dem 1993 im
Die in diesem Beitrag angerissenen Fakten zeigen auf jeden Fall, daß die Löns-Forschung trotz mehr oder weniger verdienstvoller Löns-Forscher wie Deimann, Castelle, Griebel, Anger, Klein, Dupke u. a. noch lange nicht abgeschlossen ist. Karl-Heinz Beckmann
Das "Wissenschaftliche Forschungsarchiv - Hermann Löns - Ascheberg-Herbern" bereitet eine Publikation in der Schriftenreihe "Loensia" vor, welche Autographen und Lebensdokumente von Hermann Löns und seinem Umfeld, die sich im Privatbesitz oder in kleinen öffentlichen Sammlungen befinden, erfaßt. Als Vorbilder dazu dienen die 1964 von H. Gunnemann, Dortmund, und 1993 von B. Walter, Hannover, veröffentlichten Verzeichnisse. Damit ein möglichst großer Überblick für die Löns-Forschung erreicht werden kann, werden alle Löns-Freunde hiermit gebeten, soweit bis jetzt noch nicht geschehen, dem Verfasser ihre Dokumente (möglichst in Fotokopie) mitzuteilen.
Was ist bislang bekannt? Folgende öffentliche Sammlungen besitzen Löns-Dokumente (Stückzahl in Klammern):
In öffentlichen Sammlungen sind somit schätzungsweise 1650 - 1700 Lebensdokumente von Hermann Löns aufbewahrt. In Privatsammlungen befinden sich folgende Löns-Dokumente (Stückzahl in Klammern):
Mindestens 190 bis 250 Autographen und Lebensdokumente von Hermann Löns sind in Privathand. Von den insgesamt ca. 1900 Löns-Dokumenten sind erst die Hälfte durch Verzeichnisse erschlossen. Die Erfassung und Dokumentierung der anderen Hälfte ist eine absolute Voraussetzung, um Hermann Löns biografisch zu erfassen. Alle bislang erschienenen Löns-Biografien sind Fragmente, da sie nur das beinhalten, was den Verfassern mehr oder minder zufällig greifbar war.
Helfen Sie mit, weitere Grundlagen für die Löns-Forschung zu legen. Redaktionsanschrift ist: Löns-Archiv, cf. K.-H. Beckmann, An der Vogelrute 46-50, D-59387 Ascheberg-Herbern. Karl-Heinz Beckmann
Im Jahre 2000 will der Löns-Verband den Mitgliedern und allen weiteren Interessierten etwas besonderes bieten. 1. Vors. Monika Seidel hatte die Idee, dem Publikum zum Abschluß der Löns-Woche ein Theaterstück über Hermann Löns und nach der Pause einen "großen" musikalischen Teil zu präsentieren. Dieses Angebot ist übrigens auch in das EXPO-Programm übernommen worden.
Wer war eigentlich Hermann Löns? Ein Dichter? - Ein Romanschrift-steller? Ein Journalist? - Ein Erzähler? - Ein Nationalist? - Ein Sozialist? - Ein Pazifist? - Ein Militarist? - Ein Naturfreund? - Ein Weidmann? - Ein Schürzenjäger? - Ein Zoologe? - Ein anderer? Wahrscheinlich alles in einem.
Zu diesem Thema hat
der bekannte Löns-Forscher und Dichter Es ist kein rein biographisches Stück mit hagiographischen Zügen, sondern eine Szenenfolge über den Menschen Hermann Löns, wo einige Höhepunkte seiner komplexen Persönlichkeit auf unterhaltsame Weise und mit zeitgenössischem Humor inszeniert werden.
Olivier Theobald: Rausch an der Leine, Eine skurrile Begegnung
Am 12. August 2000 wird im Rahmen der "Walsroder Sommerwoche - kulturell" die Buchausgabe des Stückes der Öffentlichkeit im Heidemuseum "Rischmannshof" vorgestellt. Einige Mitglieder der Theatergruppe der Volkshochschule Walsrode veranstalten eine Szenenlesung aus dem Werk. Eine Diskussion mit den Schauspielern und dem Regisseur in Anwesenheit des Autors wird angeboten. Am 27. August 2000 Uraufführung des Stückes durch die Theatergruppe der Volkshochschule Walsrode in der Stadthalle Walsrode Regie: Stefan Heinemann Nach der Pause musikalische Darbietungen von: akkordeon-sound-orchester/Nordheide-Chöre (Löns-Kantate) Leitung: Dietmar Steinhaus Gernroder Vokalquartett (Löns-Lieder) Klaus Engling (2 Sketche) Sie sind herzlich zu den beiden Veranstaltungen eingeladen. Geza
"Düshorn, Du mein Heimatdörfchen..." so dichtete und sang der Liederkomponist und Heidefreund Ludwig Rahlfs, der die Walsroder Ortschaft Düshorn immer als seine eigentliche Heimat bezeichnet hat. Hier wollte er auch begraben sein als er im hohen Alter von 87 Jahren fern dieser Heimat am 2. Juli 1950 in Windsheim/Mittelfranken bei seiner Tochter verstarb. Seine letzte Ruhestätte fand er, seinem Wunsche entsprechend, auf einem Heidehügel am Benzer Kirchsteig in Düshorn. Geboren wurde er am 01.05.1863 allerdings in Vilsen als Sohn des Kantors und Lehrers Heinrich Rahlfs, der 1867 nach Düshorn versetzt wurde, im großen Kantorhaus verbrachte er seine Jugendjahre. Von den elf Kindern
war er das musikalischste. Im Alter von 7 Jahren erhielt er bei seinem Vater
den ersten Musikunterricht im Klavier-, Geigen- und Flötenspiel. Schon
mit 13 Jahren konnte er seinen Vater auf der Orgelbank vertreten. Nach einer
Ausbildung zum Lehrer wurde er 1888 in den Schuldienst übernommen. Neben
seiner Tätigkeit als Lehrer an Mädchenschulen in Hannover war er als
Gewerbelehrer für Zeichnen tätig. 1928 trat er als Rektor in den Ruhestand
und lebte mit seiner Familie bis zur Zerstörung seines Wohnhauses 1943
in Hannover-Linden. Am
Rahlfs war der erste, der die Gedichte des "Kleinen Rosengarten" von Hermann Löns vertonte und als Heft für Singstimme und Klavier herausgab. Später setzte er diese und viele andere seiner Lieder auch für Chorgesang um und sang diese mit Chören in Hannover, die er leitete. Von den Löns-Liedern wurde eines besonders bekannt: "Auf der Lüneburger Heide". Ihre große Verbreitung bekam die Melodie dadurch, daß Rahlfs sie 1914 bei einem Treffen von Reformlehrern aus ganz Deutschland in Rattlar/Upland vorstellte und diese dann Melodie und Text weitertrugen. Angeblich sollen die Soldaten im Ersten Weltkrieg das Lied sogar in den Schützengräben gesungen haben, allerdings in einer etwas vereinfachten Melodievariante, die dann quasi zum Volkslied wurde.
Seine erste Melodie brachte Rahlfs mit 7 Jahren zu Papier, und zwar als Vertonung eines Liedtextes von Klaus Groth. Im Alter von 10 Jahren vertonte er den Text "Das Vaterhaus" von F. Wiedemann. Die eigentliche Periode seiner Liedkompositionen, für die ihm Franz Schubert und besonders Friedrich Silcher die großen Vorbilder waren, begann nach seiner Seminaristenzeit um 1886.
1933 schrieb er das Lied "Walsrode, du Perle der Heide", dessen Text von seiner Kusine Otti Rahlfs stammte. Zu diesem Lied gibt es noch eine weitere Fassung von ihm selbst. Anläßlich seines 77. Geburtstages verlieh ihm die "Deutsche Hermann-Löns-Gesellschaft" zum 2. Mal die Löns-Plakette (die erste wurde ihm bereits 1943 verliehen).
Ludwig Rahlfs war ein sehr produktiver Komponist, der an einem Tag oft mehrere Liedsätze komponierte. Weit über 1200 Kompositionen wurden bisher aufgefunden, vor kurzem 172 Manuskripte in Nordhausen, von denen 100 Lieder für eine Herausgabe vorgesehen waren, die aber nach dem letzten Krieg nicht mehr zustande kam. Gedruckt wurden allerdings in den 20er Jahren nur etwa 160 Lieder, unter anderem 50 Lieder aus Niedersachsen unter dem Titel "Plattdeutscher Liederborn". Nach 1933 hatte man sicherlich kein Interesse an seinen Liedern, zumal Rahlfs kein Mitglied der Reichsmusikkammer war. Rahlfs schuf im Krieg eine Reihe von Soldatenliedern, die jedoch vermutlich wegen Papiermangels nicht veröffentlicht wurden. Möglicherweise ist von seinem Schaffen viel in jener Brandbombennacht 1943 untergegangen, von der auch sein Wohn-haus in Hannover nicht verschont wurde. Verschollen sind auch seine literarischen Arbeiten, die er in seinem Testament aufgeführt hat. Seine 10 Enkel hat er dann zu Erben des musikalischen Nachlasses bestimmt.
Seit 1947 trägt die Mittelpunktschule in Düshorn (heute Grundschule) den Namen "Ludwig-Rahlfs-Schule". Ulrich Scheer, Wanfried
Fragen an Ulrich Scheer, 72 Jahre, Apotheker, Studium der Musikwissenschaft mit Abschluß
Frage: Welchen Bezug haben Sie zu Ludwig Rahlfs und wie kommt es, daß Sie sich mit seinem musikalischen Werk befassen? Antwort: Ich bin Enkel von Ludwig Rahlfs und einer der 10 Erben des musikalischen Nachlasses. Im Werk "Deutsche Musik in Geschichte und Gegenwart" wird mein Großvater nicht erwähnt. Das veranlaßte mich, vor einigen Jahren der Sache nachzugehen und mein Studium der Musikwissenschaft wieder aufzunehmen. Als ich dann noch auf dem Dachboden ungefähr 300 verstaubte Rahlfs-Handschriften fand, wollte ich den Nachlaß sichern. Frage: Was erinnert heute noch in Walsrode an den Komponisten? Antwort: Ca. die Hälfte der Kompositionen von Rahlfs sind seinerzeit von der Stadt Walsrode erworben worden und befinden sich jetzt im Stadtarchiv. Das wichtigste für einen Komponisten ist, daß seine Lieder gesungen werden. Der Löns-Verband pflegt dieses Liedgut seit Jahren. Erwähnt werden müssen auch die Ludwig-Rahlfs-Schule und die Grabgedenkstätte in der Ortschaft Düshorn. Frage: Was können Sie zu den Noten des Liedes "Auf der Lüneburger Heide" sagen? Antwort: Die Pflege des Liedgutes geht natürlich über Walsrode weit hinaus. Die "Lüneburger Heide" ist sein bekanntestes Lied und wird z. B. auch in Österreich gesungen. Die Melodie hält sich jedoch nicht vollkommen an die Originalnoten. Rahlfs’ Sohn Wolfgang ging noch mit Sängern in der Originalversion auf Tournee, um eine Renaissance zu erreichen. Das Lied war aber schon volkstümlich abgeschliffen und änderte sich nicht mehr. Ludwig Rahlfs war die Änderung nicht ganz recht. Er hatte auch einen entsprechenden Artikel veröffentlicht.
Die Fragen stellte Gerhard
Zahmel
Bis zur Jahreshauptversammlung, in der er sich zur Wahl stellt, hat der Vorstand des Löns-Verbandes entsprechend seiner Satzung Karl-Heinz Beckmann als 2. Vorsitzenden in den Vorstand hineingewählt. Seine Verdienste liegen insbesondere im Aufbau einer Löns-Forschungsstelle mit Archiv und in der Herausgabe von Löns-Büchern. Der Vorstand gratuliert. Aus den LönskreisenLöns-Kreis Lüneburger Heide
Im Rahmen der Löns-Woche
wird am Donnerstag, dem 24.08.2000, Ort-schaft Düshorn, Gasthaus "Am
Walde", ein Rahlfs-Abend veranstaltet. Österreichischer Hermann-Löns-Kreis
Bitte vormerken: Pulkauer Lönsfeier am Samstag, 26. August! Beginn 17.00 Uhr in Pulkau, Heidberg beim "Lönsstein". Nachher Treffen im Gasthof Angenbauer in Pulkau (mit einer kurzen Löns-Lesung). Liebe Lönsfreunde! Bitte bringen Sie auch Freunde und Bekannte mit!
Harald Cajka NeuerscheinungenBuchrezensionen Heinz E. A. Koch: "Wer bist du, Mensch?" Im Vorstand des Löns-Verbandes ist seit dem Tode von Heinz E. A. Koch (1992), dem ehemaligen Schriftleiter der "Hermann-Löns-Blätter", über die postume Herausgabe eines Teiles seiner Gedichte diskutiert worden. 1999 war es so weit. Der Löns-Verband konnte in Anwesenheit seiner Ehefrau Heide-Gret Koch, die die Gedichte aus dem Nachlaß zur Verfügung stellte, einen Band präsentieren. Die Auswahl der Gedichte besorgte Olivier Thiébaud. Er verfaßte auch das Nachwort.
In den 40 Gedichten kommt Kochs Naturverbundenheit zum Ausdruck. Sie ist es, die ihn zu Tier- und Heideskizzen und darüber hinaus zu Gedanken sowie Reflexionen eines modernen Zeitgenossen bewegt. Die Gedichte sind alles andere als sentimentale Betrachtungen. Vor Jahren hatte er dem Unterzeichner seine Sympathie für die Philosophie von Albert Schweitzer bekundet. Auf dem Punkt gebracht, hat Schweitzer einmal seine Weltanschauung mit "Ehrfurcht vor dem Leben" (nicht nur den Menschen betreffend) bezeichnet. Koch verurteilt oder verdammt in seinen Gedichten nicht, sondern gibt Hoffnung. Diese Einstellung kommt besonders in folgenden Zeilen zum Ausdruck:
"Fruchtbar noch immer, der Schoß der gequälten Erde. Trotz allem: Hoffnung!" Seine Sprache ist erfrischend ohne künstliche Verschnörkelungen. Wie Thiébaud schreibt, ist ihm der Sinn das Allerwichtigste. Die Natur ist das Wunder. "Lerne das Schauen (...) und zufriedener wirst Du sein."
Dazu passen die Worte von Hermann Löns: "Laß Deine Augen offen sein, geschlossen Deinen Mund und wandle still, so werden Dir. geheime Dinge kund."
Dieser Gedichtband sollte in keiner Bibliothek fehlen und wird zum Kauf empfohlen. Gerhard Zahmel
Heinz E. A. Koch, "Wer bist du, Mensch?", Gedichte aus dem Nachlaß, Nachwort von Olivier Thiébaud, Titelbildgestaltung: Hans-Jürgen Weiß, 44 Seiten, herausgegeben und zu beziehen bei der Geschäftsstelle des Löns-Verbandes oder in jeder Buchhandlung, 8,-- DM zzgl. Versandkosten, ISBN 3-934339-53-0
Der Unterzeichner hatte erstmalig ein Gesamtverzeichnis der "Hermann-Löns-Gedenkstätten" für den Löns-Verband erstellt und herausgegeben. Dabei sind die Arbeiten von Erich Griebel, Walter Schiller und Fritz Klein berücksichtigt worden. Für die vielen Hinweise von Lesern sage ich hiermit ausdrücklich Dank.
Insgesamt sind nunmehr 136 Löns-Gedenkstätten erfaßt, die sich wie folgt aufschlüsseln: Deutschland 110, Österreich 8, andere Länder 18. Ferner sind im Verzeichnis Firmen, Gaststätten, Hotels usw. mit Hinweisen zu Hermann Löns enthalten, Schulen mit dem Namen von Hermann Löns, Träger von Hermann-Löns-Medaillen, Löns-Notgeldserien und etliche Hermann-Löns-Straßen.
Ein solches Verzeichnis muß laufend überarbeitet werden. Hans Schönecke, der Vorsitzende des Arbeitskreises der Hermann-Löns-Freunde im Landkreis Gifhorn, hat sich bereit erklärt, das Verzeichnis fortzuführen. Da gegenwärtig eine gewisse Zäsur erreicht ist, gibt der Löns-Verband eine Kleinauflage heraus und bietet sie allen Interessenten zum Kauf an. Gerhard Zahmel
"Hermann-Löns-Gedenkstätten u. a.", Verzeichnis des Verbandes der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e. V., 10 Seiten, Format: DIN A 5, Broschürre, erhältlich in der Geschäftsstelle, Preis: 5,-- DM + Versandkosten, ISBN 3-934339-75-1
Karl-Rolf Lückel, Girkhausen, In der Odeborn 5, 57319 Bad Berleburg, Tel. 02758/330, bietet folgende Löns-Bücher zum Kauf an:
Interessenten wenden sich bitte direkt an Mitglied Lückel.
Einige Artikel dieses Heftes finden Sie auch im Internet unter http://www.walsrode-net.de/
Verband der Hermann-Löns-Kreisein Deutschland und Österreich E. V.1. Vorsitzende: Verw.-Angest.
Monika Seidel, Flachsröten 4, 29664 Walsrode, Tel.: (05161) 6777, zwei
gleichberechtigte 2. Vorsitzende: Anschrift der Geschäftsstelle: Hermann-Löns-Straße 8, 29664 Walsrode Geschäftskonten:
Kreissparkasse Walsrode, Nr. 1 341 890 (BLZ 251 523 75) Spendenkonto: Kreissparkasse Walsrode, Nr. 1497551 (BLZ 251 523 75) IMPRESSUMH E R M A N N - L Ö N S - B L Ä T T E R
ISSN 0935 - 5316 - Druck: J. Gronemann KG, Walsrode
Löns-Mitteilungen I/1998
Zuletzt geändert am: 16.12.2000 |