Kultur
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![]() Mitteilungen des Verbandes der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e. V. Geschäftsstelle: Hermann-Löns-Straße 8, 29664 Walsrode, Tel. 05161/977 219 Allgemeiner Teil Zwei neue Dokumente: Hermann Löns an seinen Verleger Eugen Diederichs In dem Band "Eugen Diederichs: Selbstzeugnisse und Briefe bedeutender Zeitgenossen" (Düsseldorf/Köln, 1967) werden aus der Korrespondenz von Hermann Löns und Eugen Diederichs drei Briefe abgedruckt (1910/1911); in ihnen werden die Romane "Der Wehrwolf" und vor allem "Das zweite Gesicht" besprochen. Löns äußert sich dabei sehr offen zu seiner Auffassung von Sexualität ("der polygamen Veranlagung des Mannes"), Diederichs hat Bedenken, daß das "Das zweite Gesicht" "mehr den Eindruck einer Krankheitsgeschichte als eines geschlossenen Kunstwerks" vermittle. Das Buch erschien dann 1912 doch bei Diederichs - wahrscheinlich in überarbeiteter Form. Ein Brief und eine Postkarte von Hermann Löns an Eugen Diederichs aus dem Jahr 1913, die uns jetzt zugänglich gemacht wurden, bestätigen den offenen, ja geradezu freundschaftlichen Kontakt zwischen dem Autor und seinem Verleger. Die Tatsache, daß Löns 1910 von seinem Verleger Sponholtz (Hannover) zu Diederichs (Jena) wechselte, tat seiner Freundschaft zu dem Hannoveraner keinen Abbruch. In seinen Erinnerungen berichtet Eugen Diederichs ("Aus meinem Leben", 1927;2. Aufl. 1938, S. 95): " "Wie mans macht, so macht man es falsch" heißt ein alter Thüringer Wandspruch, aber manchmal macht man es doch auch richtig, wie z. B. als ich den "Wehrwolf" von Hermann Löns verlegte, den sein sonstiger Verleger wegen einer Stelle als unanständig abgelehnt hatte. So kam ich zu einem meiner gangbarsten Autoren und auch einem der menschlich interessantesten." Freilich, auch Diederichs versuchte Einfluß auf den Inhalt des Romans zu nehmen - und hatte damit Erfolg: Der Schluß des Buches wurde auf sein Drängen hin von Löns abgeändert, er bekam "einen zeitlos wirkenden Schluß" (H. Löns). Was der Freund von Löns, der Maler H. Knottnerus-Meyer, über Löns und seine Verleger einmal gesagt hat, bestätigt der neue Brief vom Januar 1913: "Seine Verleger hatten auch in der schwersten Zeit zu ihm gehalten, und er hatte ein starkes und freundschaftliches Verpflichtungsgefühl ihnen gegenüber ..." ("Der unbekannte Löns", Diederichs Verlag 1928). Hannover, Bodenstedtstr. 7 am 9.1.1913 Lieber Herr Diederichs, schönen Dank für
die Sendung. Sie kam mir just recht. In den "Zeitfragen" ist meine Besprechung
von Reymonts Roman erschienen,
Mit schönem Gruße Ihr H. Löns Diederichs hatte 1912 W. S. Reymonts vierbändigen Roman "Polnische Bauern" verlegt, der vom Publikum aber nicht beachtet wurde. Löns hat sich offensichtlich bereit erklärt zu helfen und eine Rezension geschrieben, die er - so der Brief - an mehreren Stellen plazieren wollte. Der Verleger selbst publizierte eine "Beschwerde für das Publikum" im Jahr 1913, ein ungewöhnlicher Schritt für einen Verleger! Es wird ihm eine große Genugtuung gewesen sein, daß Reymont 1924 den Nobelpreis erhielt. In seiner Beschwerde führt Diederichs u. a. aus: "Vor Weihnachten schrieb ich dem Redakteur eines im Osten führenden Blattes von 30 000 Abonnenten: Wichtiger als aller Quark, den er tagtäglich vom türkischen Kriegsschauplatz bringe, sei es, daß er seinen Lesern die Besprechung über eins meiner Verlagswerke vorsetze, das er schon längst in den Händen habe. Es handelte sich um: "Reymont, Polnische Bauern". Er schrieb mir wieder (nicht ironisch), er sei ganz meiner Meinung und würde sie "nächstens" bringen. Aber bis heute warte ich vergeblich auf ihn. Ja, ich warte auf sämtliche Blätter in Breslau, Posen und Königsberg, daß sie ihren Lesern erzählen, ein Werk der Weltliteratur sei ihnen endlich zugänglich, das ihnen das Seelenleben ihrer polnischen Mitbürger so nahe bringe, wie es eben nur die Kunst tun könnte und nicht ein politischer Leitartikel." (abgedruckt in : "Eugen Diederichs - Selbstzeugnisse und Briefe bedeutender Zeitgenossen", S. 51 f.) Danach brachten die Zeitungen zwischen Pfingsten und Oktober 1913 fast 100 Rezensionen über dieses Buch, meist sehr positiv - verkauft aber wurden weniger als 100 Exemplare (300 waren als Rezensionsexemplare kostenlos vom Verlag verschickt worden!). Die Rezensionen der Kritiker - und damit auch die Arbeit des Journalisten Hermann Löns - waren vom Lesepublikum nicht angenommen worden. Vielleicht wurde es von einem vierbändigen Opus abgeschreckt. Der am 09.01.1913 geschriebene Brief von Löns spiegelt auch etwas von der Unruhe seiner letzten Jahre: Scheidung von seiner zweiten Frau, Erbstreitigkeiten seit 1912, Wohnungswechsel und wechselnde Aufenthaltsorte, um finanziell nicht belangt werden zu können. Beide Verleger, Sponholtz wie Diederichs, wissen ein Lied davon zu singen: Ersterer besorgte ihm eine Wohnung, und zeitweilig hielt sich Löns bei Diederichs auf (September 1911, wo der Freund Knottnerus-Meyer ihn besuchen wollte). Auch der Maler Knottnerus-Meyer hatte Löns - bereits vor seiner zweiten Ehe - zwei Zimmer seiner Wohnung abgetreten. Die auf der nebenstehenden Seite abgedruckte (neu zugängliche) Postkarte spiegelt Löns' Gefühle in der Mitte des Jahres 1913 und hat folgenden Text: Hannover, 27.6.1913 Lieber Herr Diederichs, mir geht es so lala. Ich
habe noch oft die Neuralgien und will im Juli in ein Luftbad, wo ich sie
schon einmal schnell los wurde. Das ewige Wechselwetter bekommt mir nicht.
Es ist hier wie im April. Heute wechselt es fortwährend zwischen Knallsommer,
Gewittergüssen und Kühle. Meine Wohnung ist zu laut. Am liebsten
zöge ich aufs Land, hat aber auch seine Bedenken. Schönen Gruß
Ihr HL
Die von Löns beigefügte farbige Zeichnung - zwei Kampfvögel, die sich von Angesicht zu Angesicht in Kampfstellung wie zwei Studenten in Mensur einander gegenüberstehen - ist ebenfalls Ausdruck seiner inneren Unruhe jener Zeit. Am Anfang des Jahres hatte Löns an seinen Freund Hermann Meerwarth geschrieben: "Wenn man nicht mehr dichten kann, fängt man an zu malen." Das Motiv der Kampfläufer hat Löns im Jahr 1913 auch zweimal im Briefwechsel mit Traugott Pilf in leichter Variation verwendet (vgl. "Eulenspiegeleien", eingeleitet und herausgegeben von T. Pilf, 1917). Der Worpsweder Maler Fritz Mackensen beschreibt in seinem Roman "Gerd Klindworth, Betas Sohn" (1947, S. 79) die Kampfläufer so, wie Löns sie dargestellt hat: "Dicht am Ufer tanzten auf einer freien Stelle Kampfhähnchen. Sie erinnerten ihn an ein Bild, das in der Schule an der Wand hing: Ritter mit langen Lanzen rannten hier gegeneinander. Diese langbeinigen Vögel sahen den Rittern ähnlich, wenn sie mit ihren langen Schnäbeln, welche aus breitausgespreiztem Federkranz herausragten, in wildem Kampfe gegeneinander liefen und ihr Gefieder, dunkelbraun, hellgelb, weiß und rötlich, gescheckt und getigert, auftauchten." In seinen Lebenserinnerungen (S. 95) charakterisiert Diederichs seinen Autor Löns: "Löns lebte einmal ein paar Wochen in meinem Hause. Es war eine besonders kritische Zeit seines Lebens. Ich hatte damals den Eindruck, daß er an Verfolgungswahn litt, und es war schwer zu entscheiden, was man bei ihm für normal oder nicht normal halten sollte. Wir sind dann bis zum Kriegsausbruch immer zueinander in naher persönlicher Beziehung geblieben. Ich kenne mancherlei von seinen intimeren Schicksalen und schüttele manchmal über die sogenannten Löns-Forscher den Kopf, die große Bücher über ihn und seine Werke schreiben, aber immer wie die Katze um den heißen Brei um das eigentlich Tragische und Dämonische seines Wesens herumgehen." Diederichs war als erfolgreicher Verleger Realist. Der große stetige Aufschwung in den Absatzzahlen des Lönsromans "Der Wehrwolf" vom Kriegsjahr 1914 an wird von ihm in seinen Lebenserinnerungen (S. 51) mit dem Tod von H. Löns im Frankreichfeldzug in Verbindung gebracht: "Bei diesem Buch war für
den Absatz nicht das Erkennen seines Wertes allein entscheidend, sondern
das immanente Bedürfnis des deutschen Volkes, sozusagen einen Theodor
Körner des Weltkrieges zu besitzen."
In der Zeitschrift "Niedersachsen", an der H. Löns um die Jahrhundertwende als Redakteur gearbeitet hatte, erschien im April 1926 unter der Rubrik "Briefmappe" folgender Brief: "Sehr geehrte Redaktion! Als Vormund des einzig hinterlassenen, kranken Sohnes von Hermann Löns bitte ich um Aufnahme folgender Erklärung: Noch lebt die Witwe des Dichters Lisa Löns, seine zweite Frau, aber taktlose Lönsbiographen und solche, die mit dem Namen Löns ein Geschäft machen wollen, ziehen ihren Namen in den Staub. Ist doch vor einiger Zeit ein Buch herausgekommen von der geschiedenen ersten Frau von Löns, Elisabeth Erbeck, das den Titel führt: ?Elisabeth Löns, die erste, liebste und treuste Frau des Dichters der Heide?. Und andere Frauen wieder bemühen sich als die Muse des Dichters zu gelten, um durch ihn zur Bedeutung zu kommen. Frau Lisa Löns ignoriert grundsätzlich alle Verdächtigungen, die über sie ausgestreut wurden. - Mir persönlich sind die Schwierigkeiten in Löns? Eheverhältnissen aus beider Munde bekannt. Derjenige ist falsch orientiert, der das Martyrium dieser Ehe einseitig Frau Lisa Löns in die Schuhe schiebt. Er hat damit dem Menschen Löns nicht gedient, dessen Seltsamkeiten im Charakter von Untergründen herkommen, die die Öffentlichkeit nichts angehen. Als gesunder Mensch würde Löns selbst ritterlich gegen die Verunglimpfung der Mutter seines Kindes protestieren. Ich tue das in seinem Sinne. Dr. h.c.
Eugen Diederichs
1941 wurde der Roman "Der Wehrwolf"
vom Verlag Bernhard Tauchnitz in Leipzig (bekannt für seine englischen
und amerikanischen Editionen in Deutschland) in der neuen Reihe "Der deutsche
Tauchnitz" als Band 107 vertrieben. Der Band trägt den Vermerk: "Nur
zum Verkauf außerhalb des Großdeutschen Reiches".
Jena, den 25. Januar 1926" Karl-Ludwig
Barkhausen
Anmerkung: Brief und Postkarte von Löns an Diederichs wurden Karl-Ludwig Barkhausen zur Verfügung gestellt von Marlene und Ulrich Reinhardt, denen der Autor herzlich dankt. Ulrich Reinhardt verdankt er auch den Hinweis auf F. Mackensen. Weitere noch nicht veröffentlichte Löns-Briefe in Bearbeitung Es sei jetzt schon darauf hingewiesen, daß dem Löns-Verband weitere noch nicht veröffentlichte Original-Briefe von Hermann Löns zugänglich gemacht wurden. "Sensationen" sind aber keinesfalls zu erwarten. Die Bearbeitung hat unser Mitglied Dr. Widar Lehnemann übernommen. Eine Veröffentlichung erfolgt sobald wie möglich. Geza
Mittwoch, 25. August 1999 Busfahrt in die Heide Samstag, 28. August 1999 Jahreshauptversammlung, Bücherbörse und Löns-Abend Sonntag, 29. August 1999
Feierstunde am Löns-Grab
Nur wer seinen Weg gefunden hat, kann einmal ohne Privileg Außenseiter sein. O. Theobald
Leserecho Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Aus Platzgründen können nicht alle Briefe veröffentlicht werden. Kürzungen behält sich die Redaktion vor. Zum Thema "Letzte Postkarte von Löns", Heft 3/98 Mit großem Interesse las ich den Artikel von Rüdiger Knorr. Nur die Überschrift "Archiv in Hannover erwarb letzte Postkarte von Löns" ist nicht ganz richtig. Löns verschickte mit demselben Datum noch weitere Postkarten: An Ottokar Stauf von der March, (siehe Lönsbiographie "Der Künstler und Kämpfer"), an Eugen Diederichs und an A. Werkmeister (Texte abgedruckt im Autographenverzeichnis Hermann-Löns-Archiv der Stadtbibliothek Hannover, 1993). Die "Neue Presse" Hannover druckte in ihrem Artikel vom 18.06.1998 eine total falsche Überschrift "Archiv erwarb letztes Lebenszeichen von Löns". - In der Biographie von Erich Griebel "Hermann Löns der Niederdeutsche" wird vor der Seite 497 "Das letzte Zeugnis von des Dichters Hand" wiedergegeben. Es ist eine Fassung von dem Gedicht "Die Letzten", jetzt im Besitz des Bomann-Museums in Celle (abgedruckt im Buch von Leo Mielke, "Hermann Löns und Celle", Seite 168). Diese letzte Handschrift ist datiert vom 25.09.1914. Karl-Rolf Lückel,
Bad Berleburg
Lüneburger Heide Schneverdingen. Anläßlich der Aufnahme der niederdeutschen Sprache in die Europa-Charta der Regional- und Minderheitensprachen veranstaltete der Heimatbund Schneverdingen einen plattdeutschen Abend unter dem Motto "Nu hebbt wi dat schafft" auf dem Theeshof in Schneverdingen. Neben vielen anderen trug für den Löns-Verband Adelheid Pöpping besinnlich-heitere Erzählungen und ihr im Lyrik-Wettbewerb preisgekröntes plattdeutsches Gedicht vor. 2. Vorsitzende Monika Seidel überbrachte die Grüße des Löns-Verbandes. "Sprache stiftet Identität, ist Heimat. Sprache schafft Geborgenheit, das Gefühl zu Haus zu sein", so Heinz-Günter Bargfrede, der zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte. Geza
Hannover. (Ernst Löns)
Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, in den Jahren 1945 bis 1948,
regte sich überall in Deutschland und vor allen Dingen in den zerbombten
und zerstörten Großstädten der Wunsch nach kultureller
Betätigung und Unterhaltung, nach Vergnügungen aller Art. Theaterensembles,
Kabaretts, Tanzschulen, kleine Musikkapellen etablierten sich und überall,
wo noch ein größerer Saal den Bombenkrieg überstanden hatte,
war "etwas los". Es bestand ein ungeheurer Nachholbedarf in jeder Richtung
- ein Kultur- oder Vergnügungsstau, je nachdem. Man hatte den Krieg
überlebt und - wer davongekommen war, versuchte nachzuholen, was er
glaubte versäumt zu haben. Ich war damals - im Frühjahr 1945
- gerade 18 Jahre alt, hatte die Bombennächte überlebt, und war
der Gefangenschaft entgangen. Freunde tauchten wieder auf und wir freuten
uns einfach, daß wir noch lebten. Wir feierten - sofern das die Not
der damaligen Zeit zuließ - einfach alles. Das Kriegsende, das Auftauchen
der Freunde, das "Organisieren" irgendwelcher Dinge usw., einfach alles
- ein Grund zum Feiern war schnell gefunden.
Im Frühjahr 1946 hörte ich, daß in meiner Heimatstadt Hannover ein Verein gegründet worden war, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, einem etwas anspruchsvolleren Publikum, außer gemeinsamen Wanderungen in die Umgebung von Hannover, die in der Regel mit einer Tanzveranstaltung endeten, eine bunte Palette kultureller Veranstaltungen anzubieten. Dieser Verein nannte sich "Niedersächsischer Kulturkreis" (NSKK). Mitbegründer des Vereins war Ernst Löns, der jüngste Bruder von Hermann Löns, der das Amt des Geschäftsführers übernahm. Ich erwarb die Mitgliedschaft des NSKK und nahm an vielen Veranstaltungen, die angeboten wurden, begeistert teil. Der Verein wuchs sehr schnell und verfügte seinerzeit über eine stattliche Mitgliederzahl. Der Jahresbeitrag betrug ganze RM 5,--. Als am 21. Juni 1948 die Währungsreform kam, brach das gesamte Kulturleben zusammen. Die Bevölkerung war ausgehungert - die "Freßwelle" begann. Wer hatte damals schon Geld für Vergnügungen und kulturelle Darbietungen? Dennoch - der NSKK behauptete sich und hielt sich bis Mitte der 50er Jahre. Ich weiß heute nicht mehr, warum der NSKK damals dann doch noch einging. Waren es Querelen im Vorstand - oder war es die Zeit des chronischen Geldmangels, die damals in den 50er Jahren zu einem starken Mitgliederschwund führte, oder war es das beginnende Fernsehzeitalter, das in dem Kulturleben starke Einbrüche verursachte? Ich erinnere mich nicht gern an jene Jahre, in denen materielle Not und Hunger die täglichen Begleiter des größten Teils der Bevölkerung waren. Ich erinnere mich aber gern an den NSKK, an jenen Verein, den eine Handvoll optimistischer und mutiger Männer ins Leben riefen, denen es gelang - trotz aller Hemmnisse - einen Kreis interessierter Menschen um sich zu scharen, dem es nicht nur darauf ankam, sich für ein paar Stunden zu amüsieren, sondern die dem damaligen, fast völlig am Boden liegenden Kulturleben neues Leben einzuhauchen versuchten. Ein sehr aktiver und erfolgreicher Wegbereiter des NSKK war der jüngste Bruder von Hermann Löns - Ernst Löns. Alfred Jahn
Anmerkung: Das Original-Programm einer
Veranstaltung hat der Löns-Verband archiviert.
Neuerscheinungen Bücher: Hermann Löns "Kleine Erzählungen" mit Original-Ätzradierungen von Heinrich Preuß In diesem Buch sind von Hermann
Löns die Erzählungen "Jürn", "Füür", "Das stumme
Dorf", "Jan Torf", "Die beiden Höfe" und "Heinz Lüders" enthalten.
Schon das Äußere dieses Leineneinbands beeindruckt durch die
schönen Farben. Wenn man das Buch aufschlägt, findet der Leser
neben den Erzählungen neun Original-Ätzradierungen des bekannten
Künstlers Heinrich Preuß. Als Beispiel habe ich "Den edlen Rauk,
Wodes geliebtes Geflügel" zu dieser Besprechung ausgewählt. Der
Löns-Kenner ordnet diese Radierung der Erzählung "Das stumme
Dorf" zu. Die anderen Motive sind aus der hiesigen Region, wie z. B. "Blick
auf Fulde" oder "Örtze (Oldendorf)".
Ätzradierung "Rabe" von Heinrich Preuß Dieses bibliophile Werk hat Heinrich Preuß im Selbstverlag herausgegeben. Es ist ein Buch, in dem man nicht nur lesen möchte, sondern auch gerne hineinschaut. Die Auflage ist auf 50 Stück begrenzt, so daß das Werk bald zur Rarität werden wird. Geza
Hermann Löns, "Kleine
Erzählungen" - mit neun Original-Ätzradierungen von Heinrich
Preuß", gebunden, 54 Seiten, 1997, Walsrode im Selbstverlag, 150,--
DM zzgl. Versandkosten, zu beziehen in der Buchhandlung Heine, Lange Str.
19, 29664 Walsrode, Tel. (05161) 910151.
"Höret!" - Ausgabe Nr. 14 Hermann Löns - Was bedeutet er uns auf den Stufen in ein neues Jahrtausend?" In diesem Jahr hat Ehrenlandrat Wolfgang Buhr die Festrede anläßlich der Bruchniederlegung im Tietlinger Wacholderhain gehalten. Der vollständige Vortrag ist nunmehr als Ausgabe 14 in der Schriftenreihe "Höret!" erschienen. In Heft 3/98 der Hermann-Löns-Blätter habe ich den wesentlichen Inhalt der Rede wiedergegeben und empfehle allen Lönsfreunden die Anschaffung der Broschüre. Gerhard Zahmel
Wolfgang Buhr, "Höret!"
- Ausgabe 14, Hermann Löns - Was bedeutet er uns auf den Stufen in
ein neues Jahrtausend?", 1998, DIN A 5-Broschüre, 12 Seiten, Preis
3,-- DM zzgl. Versandkosten, erhältlich bei der Geschäftsstelle
des Löns-Verbandes.
Walsrode - Stadt und Land In seinem historischen Bildband über Walsrode und Umgebung dokumentiert der Walsroder Stadtarchivar und Museumsleiter Dr. Gunther Gerhardt auf mehr als 200 historischen Fotografien den Wandel Walsrodes von einer kleinen Landstadt zu einem modernen Zentrum der Region. Die Fotos, meist noch nie veröffentlicht und zum Teil Unikate, stammen in erster Linie aus den Beständen des Stadtarchivs und der Privatsammlung des Bomlitzers Hansjörg Sibus. Fast alle Dörfer, die zu Walsrode gehören, sind selbstverständlich auch vertreten. Daß sich Walsrode schon lange "Die Hermann-Löns-Stadt" nennt, belegt der auf Seite 119 abgedruckte Briefumschlag, um 1935. Dieses "richtige" Bild von der Löns-Feier hat Ernst Löns jun. zur Verfügung gestellt und noch ein weiteres vom Publikum (nicht gedr.) Auf Seite 81 ist die Löns-Feier vom 31.08.1941 mit Ernst Löns sen. im Tietlinger Wacholderhain abgebildet (seitenverkehrt). Ein Buch, das zum Wieder- und Neuentdecken einlädt. Geza
Dr. Gunther Gerhardt, "Walsrode
- Stadt und Land", 128 Seiten,
221 s.w.-Abb., 29,80 DM, Sutton-Verlag, ISBN 3-89702-010-6 oder über die Geschäftsstelle des Löns-Verbandes (zzgl. Versandkosten) Olivier Theobald "Auf der Achterbahn - Gedichte aus 15 Jahren" Illustrationen von René Blöchlinger Mit diesem Buch stellt ein
junger Künstler aus seinem lyrischen Schaffen vor, was entstanden
ist in einem Zeitraum von 15 Jahren. Ein junger Mann legt Zeugnis ab von
seinem Denken und Fühlen und wählt dabei seine eigenen Metaphern
und Verse. Bekannt durch seine erste Veröffentlichung beim Verband
der Hermann-Löns-Kreise mit "Spiegelfahrten" (2. Auflage), zeigt er
nun eine Entwicklung, die Reife und Wachstum im Metier der Sprache erkennen
läßt.
"Auf der Achterbahn" des Lebens stellen sich uns Probleme im menschlichen und im persönlichen Erleben in den Weg - O. Theobald gibt keine pauschalen Antworten darauf - er stellt fest: "Zum Glück können wir uns noch irren", aber sei nicht zu sicher: "In den Fragen sei Dein Fest..." Was ist schon sicher heute - Gefühle, Gedanken, Erfahrung? Bleibt uns der Trost: "Nichts geht verloren... Alles wird eigentlich wiedergeboren?" Nicht leichte Kost ist es, was den Leser erwartet - nicht gängige Alltagslyrik, sondern Verse, die zum Durchdenken auffordern. Aber nicht mutlos werden - dieses Durchdenken macht auch reicher! G. Dombert
Olivier Theobald, "Auf der
Achterbahn - Gedichte aus 15 Jahren",
10 Illustrationen von René Blöchlinger, 41 Seiten, 1998 in der Gedichtreihe des Löns-Verbandes erschienen, 8,-- DM zzgl. Versandkosten, zu beziehen beim Löns-Verband, Hermann-Löns- Straße 8, 29664 Walsrode, Tel. (05161/977 219), und in der Buchhandlung Heine, Lange Straße. 19, 29664 Walsrode, Tel. (05161)910151, und der Buchhandlung Kappe, Moorstraße 7, 29664 Walsrode, Tel. (05161)5673. Video-Filme: "Bilderbuch Deutschland - Lüneburger Heide" auf Video In der ARD-Sendung "Bilderbuch Deutschland - Lüneburger Heide" (bundesweite Ausstrahlung am 20. September 1998) wurde neben dem Totengrund, Celle, Ahlden, Schneverdingen usw. selbstverständlich auch über Hermann Löns berichtet. Es waren Ausschnitte aus der Löns-Feierstunde des Jahres 1997 und ein Interview mit 1. Vors. Dr. Bussmann zu sehen. Besondere Aufmerksamkeit dürfte der historische 16mm-Film über Löns? Begräbnis im Tietlinger Wacholderhain finden. Auf schriftliche Anfrage kann eine Videoaufzeichnung des ca. 45minütigen Filmes beim NDR-Fernsehen erworben werden. Ein Kauf, der sich lohnt. Geza
Bilderbuch Deutschland -
Lüneburger Heide, Video-Cassette, Laufzeit ca. 45 Min., 49,-- DM incl.
Versandkosten, auf schriftliche Anfrage zu beziehen bei: NDR-Fernsehen,
Bilderbuch Deutschland, 22504 Hamburg
Klaus & Werner: Melodien zu Hermann Löns Nun ist von Klaus Engling und Werner Schütze auch eine Video-Cassette in Eigenarbeit erschienen mit dem Titel "Melodien zu Hermann Löns". In bunter Folge sind Lönstexte (z. B. "Verschütt", "Schäferlied", "Rosemarie"), vertont von Jöde, Glück, Rahlfs und Engling, zu hören. Das spielt sich vor einem abwechslungsreichen Hintergrund unserer Heimat ab. Der Gesamteindruck ist so positiv, daß der Wunsch entsteht, sich die Cassette wiederholt anzusehen. Das Video ist auch sehr gut geeignet, Feriengästen einen ersten Eindruck von Hermann Löns und unserer Landschaft zu vermitteln. Wolfgang Doose
Klaus & Werner: "Melodien
zu Hermann Löns", Video-Cassette mit
12 Liedern, Spieldauer: 34 Min., 25,-- DM zzgl. Versandkosten, zu beziehen bei Klaus Engling, Lange Straße 40 a, 29342 Bockelskamp, Fernruf (05149) 8337, Fernbrief (05149) 1628.
IMPRESSUM H E R M A N N - L Ö
N S - B L Ä T T E R
Löns-Mitteilungen I/1998 Zuletzt geändert am: 21.10.2000 |