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Hermann Löns

Mitteilungen des Verbandes der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e. V.

Geschäftsstelle: Hermann-Löns-Straße 8,

29664 Walsrode, Tel. 05161/977 197

Aus Heft 2/2002 der „Hermann-Löns-Blätter“

Einladung

zur Hermann-Löns-Woche 2002 (26.08. - 01.09.) des Verbandes der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.V.

Während, vor und nach der Löns-Woche im Kloster Walsrode

Ausstellung: „Historische Gärten in Niedersachsen“, Besichtigung

                   im Kloster Walsrode täglich von 15.00 bis 17.00 Uhr

Freitag, 30. August 2002, Waldgaststätte Eckernworth

                                          Hermannn-Löns-Straße 19, Walsrode

19.30 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema:

                 Brauchen wir in Walsrode ein Löns-Standbild?

                 Leitung: Wilhelm Mestwerdt

Sonnabend, 31. August 2002, Heidemuseum Walsrode

15.00 Uhr: Jahreshauptversammlung

16.00 Uhr: Bücherbörse

19.30 Uhr: Löns-Abend mit Gerhard Greunke, Tenorbariton;

                 Erika Stäge, Konzertgitarristin; Rainer Kaune, Rezitator

Sonntag, 1. September 2002, Löns-Grab in Tietlingen

15.00 Uhr: Feierstunde mit Festredner Hermann Wiedenroth zum Thema:

                  „Löns als Provokation“

Chorgesang: Chorgemeinschaft Walsrode e.V.

Gemischter Chor Walsrode von 1911 - Walsroder Männerchor von 1987

Jagdhörner: Bläserkorps der Jägerschaft Fallingbostel

Löns-Standbild in Lebensgröße gefordert

und Möglichkeit für Spenden

Nachdem Walsrode nun auch offiziell und durch Stadtratsbeschluß zur Hermann-Löns-Stadt geworden ist, fühlt sich der Löns-Verband beflügelt und geht dem Gedanken nach, Löns ein Denkmal in Lebensgröße zu setzen. Am 27.04.2002 tagte die Arbeitsgruppe, die vom Vorstand des Löns-Verbandes zusammengerufen wurde und aus verschiedenen Vertretern der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besteht. Der Arbeitsgruppe wurde vom Vorstand das Projekt an sich vorgestellt. Frau Marlies Leonardy-Rex (siehe Titelbild) ist gebürtige Walsroderin und war früher als Lehrerin tätig. Die für ihre Portraitierungen berühmte Künstlerin stellte kurz eine Auswahl bisheriger Projekte vor. Sie hat z. B. Michail Gorbatschow, Helmut Kohl, Carlo Schmid und Willy Brandt portraitiert und wird jetzt auch den Papst modellieren.

Anhand eines vorläufigen Modells (siehe obiges Detailfoto und auch Titelbild) erklärte sie anschaulich, wie sie sich das mit ca. 1,75 m etwa lebensgroße Standbild vorstellt. Frau Leonardy-Rex wird etwa ein Jahr Arbeitszeit benötigen. Die 1. Vors. des Löns-Verbandes, Monika Seidel, betonte, daß sie fest entschlossen sei, die Statue bis zum Jahr 2005 fertigstellen und auf einem geeigneten Platz errichten zu lassen. Die Kosten für das Standbild werden nach den Ausführungen der Künstlerin in etwa 125.000 Euro betragen. Sowohl Vorstand als auch Arbeitsgruppe bekräftigten, daß, falls die lebensgroße Statue aufgrund mangelnder finanzieller Möglichkeiten nicht bezahlbar sei, die Möglichkeit, eine Büste des Dichters aufzustellen, geprüft werden müsse.

Dr. Ernst-Wilhelm Bussmann, ehemaliger Vorsitzender des Löns-Verbandes, erklärte sich bereit, die Verwaltung der Gelder dieses Projektes zu übernehmen. Er stellte ausdrücklich fest, daß der Löns-Verband bereits gespendete Gelder zurückzahlen wird, falls das Finanzamt die Beträge nicht als absetzbar ansehen oder das Projekt nicht zustande kommen sollte. Insgesamt sei er nicht pessimistisch, daß die notwendigen Gelder zusammenkommen werden. Gerade jetzt müsse es viele Menschen geben, die sich durch ihre Spende demonstrativ zu Hermann Löns bekennen würden.

Abschließend wurde aber klar gestellt, daß sowohl Vorstand als auch Arbeitsgruppe lediglich das Projekt vorbereiten würden. Die Entscheidung, ob ein Standbild angestrebt werde, müsse die Jahreshauptversammlung treffen.

Rüdiger-Mirco Nijenhof

Spendenkonto für Löns-Standbild:

Kreissparkasse Walsrode, Nr. 1534536 (BLZ 251 523 75)

Stadt Köln und Jägerschaft ehren Löns durch Einweihung des restaurierten Hermann-Löns-Steins im Forstbotanischen Garten

Der Oberbürgermeister der Stadt Köln hatte den Bürgermeister der Hermann-Löns-Stadt Walsrode und die Vorsitzende des Löns-Verbandes zum „Tag des Baumes“ in den Forstbotanischen Garten eingeladen.

In der Zeit vom 25.04. bis 27.04.2002 wurden jeden Tag Informationen über Natur sowie Wildtiere in Köln, die Jagd und den Dichter der Heide Hermann Löns geboten.

Zur Eröffnung am 25.04.2002 ist im Forstbotanischen Garten durch den Bürgermeister der Stadt Köln, Herrn Müller, der „Baum des Jahres 2002“ gepflanzt und der restaurierte Hermann-Löns-Stein an seinen neuen Standort eingeweiht worden.

Willi Rübke, stellv. Bürgermeister von Walsrode, wies in seinem Grußwort u.a. darauf hin, daß Löns 1893 das erste Mal nach Walsrode in die Lüneburger Heide kam, dem „wunderschönen Land“, wie er die Heide in einem seiner bekanntesten Lieder beschrieb. Rübke übermittelte der Stadt Köln die Grüße der Hermann-Löns-Stadt Walsrode und beglückwünschte sie zur Einweihung des restaurierten Hermann-Löns-Steines im Kölner Forstbotanischen Garten.

Monika Seidel zitierte Löns mit: „Laß Deine Augen offen sein, geschlos-sen Deinen Mund und wandle still, so werden Dir geheime Dinge kund.“ Sie dankte der Stadt Köln und der dortigen Jägerschaft im Namen des Verbandes für die Löns-Stein-Initiative. Besonderen Dank übermittelte sie den Herren Dr. Bartel sowie Bouwman und lud sie zu einem Gegenbesuch ein.

Geza

Facharbeit über „Hermann Löns - ‘Der Wehrwolf‘“

Silke Küsel und Elena Katergiannakis haben für die Freie Universität Berlin (Dozent: Prof. Dr. Wolfgang Wippermann) die Arbeit „Hermann Löns - ’Der Wehrwolf‘“ als historischer Roman erstellt.

Die Autorinnen kommen zu dem Ergebnis, daß „Der Wehrwolf“ nach den in der Arbeit beschriebenen Kriterien nicht als „klassischer historischer Roman“ betrachtet werden kann. Das Werk sei „der Vertreter des völkisch historischen Romans... Löns‘ Roman ist in den Kontext seiner Zeit zu setzen, ist ein Vertreter des ausgehenden Kaiserreichs.“

Trotz Instrumentalisierung des „Wehrwolfes“ durch das national-sozialistische Regime denken die Autorinnen, daß „er (Löns) sich selbst nicht als Vordenker des Nationalsozialismus betrachtete. Vielmehr war er Lokalpatriot...“

Eine Ausfertigung der Arbeit ist am 8.4.2002 der 1. Vors. des Löns-Verbandes, Monika Seidel, übergeben worden. Der Löns-Verband begrüßt es, daß man sich nach wie vor wissenschaftlich mit Hermann Löns befaßt. Die Arbeit kann von Interessierten in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

Gerhard Zahmel

Haussperling Vogel des Jahres 2002

Die Mordsmode

Einen kleinen Vogel hatte früher

Jede Dame, nämlich auf dem Hut.

Unter zwei bis dreien heutzutage

Es die Modedame nicht mehr tut.

In der ganzen Welt beginnt ein Morden,

Überall da knallt das Schießgewehr,

Rar geworden sind die Papageien,

Kolibris die gibt’s schon gar nicht mehr.

Einen bessern Piepmatz sich zu leisten,

Ach, der Mittelstand, der kann es nicht,

Aber einen Vogel muß man haben,

Und so nimmt man eben, was man kriegt.

„Nein, die Preise sind nicht zu bezahlen,“

Sagt die Hausfrau, „was ist da zu tun?

Für die Mädchen nehm‘ ich tote Spatzen

Und für mich das olle Legehuhn!“

                           Hermann Löns

Für den NABU und den Landesbund für Vogelschutz (LBV) gibt es viele Gründe, den Haussperling zum Vogel des Jahres 2002 zu küren: Kein Vogel ist in der Umgebung der Häuser häufiger anzutreffen als der Haussperling. Kaum beachten wir ihn noch, so gewöhnlich erscheint er uns. Aus diesem Grund war er viel seltener das Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen als andere Vogelarten. Es ist daher fast unbemerkt geblieben, daß die Bestände des Haussperlings in den letzten Jahren zurückgegangen sind.

Doch fängt mit dem Spatz, wie der Haussperling auch häufig genannt wird, eigentlich alles an: Ornithologie und Vogelschutz vor der Haustür. Spatzen zu beobachten macht Spaß. Ohne große technische Ausrüstung sind das ganze Jahr über Beobachtungen möglich, auch und gerade für Kinder.

Als Stadtbewohner ist der Haussperling ein Repräsentant für die Ziele, die der NABU mit der Kampagne „Nachbar Natur. Ökologische Konzepte für Städte und Dörfer“ verfolgt.

Bundesweit in unseren Städten und Dörfern zuhause, ist der Haussperling von allen Veränderungen im Siedlungsbereich betroffen. Sanierte Gebäude ohne Nischen und Spalten für Brutplätze, versiegelte Flächen und ein verringertes Nahrungsangebot machen ihm das Leben in unserer Nachbarschaft schwer. Die Umsetzung ökologischer Konzepte für Städte und Dörfer kann dort weiterhelfen.

Was zum Schutz des Haussperlings unternommen wird, kommt auch Mensch und Natur zugute.

Geza

 

Diskussionsbeitrag für eine neue Löns-Biographie

„Jeder von uns, der heute jagt, muß sich vergegenwärtigen, daß sein Leben, sein Handeln, sein Tun und Lassen Teile eines Stromes sind, der lange vor uns begann und nach uns nicht enden wird. Aber was die Jagd ausmacht, was sie bis heute lebendig erhielt und auch in der Zukunft ihre Ausübung rechtfertigt, ist nicht die Handlung des Schießens und Erlegens, sondern das, was dieses Tun in eine höhere Ordnung fügt.“ Diese Aussage des Schriftstellers Dieter Voth in der von ihm herausgegebenen Anthologie „Der grüne Weg“ (Landbuch Verlag Hannover 1999, siehe auch Rezension in Heft 2/2001 der „H.-L.-Blätter“) könnte durchaus der Einstellung von Hermann Löns zur Jagd entsprechen; und es ist sicher nicht zufällig, daß Löns eine bis heute geltende komplexe, seelisch wirksame und naturwissenschaftlich fundierte Schau des Jagens begründete und ausbaute.

Dieter Voth, beruflich Neurochirurg, Hochschullehrer und Univ.-Professor, hat auf dem Gebiet der Medizin zehn Bücher und an die 150 Einzelbeiträge publiziert. Ein wesentlicher Teil seiner Aktivitäten und Neigungen betrifft aber seit vielen Jahren die Jagd, das Naturerleben, die Literatur, Musik und bildende Kunst in Beziehung zur Jagdkultur, die in Deutschland einen eigenen hohen Stellenwert hatte und immer noch hat, wenngleich eine steigende Gefährdung nicht zu übersehen ist.

Seine Buchpublikationen bestehen aus Erzählungen und Jagdromanen („Fährten im Wind“ ,1990, „Merlin - Erzählungen um Jagd und Reisen“, 1990, „Geliebtes Leben, gelebte Jagd“, 1996).

Es erschien ferner ein Beitrag „Zur Entwicklung der deutschen Jagdliteratur“ (Librarium, Zürich 1995). 1999 wurde vom Österreichischen Agrarverlag eine Biographie des einst sehr bekannten Schriftstellers Anton von Perfall (1853-1912) herausgebracht unter dem Titel „Anton von Perfall - ein Jäger- und Künstlerleben“ .

Unter seinem westfälischen Hofnamen Dieter Cord Voigt von Velthaim erschienen seit 1990 rund siebzig Erzählungen und Essays überwiegend in deutschen, österreichischen und schweizer Jagdzeitschriften. Weitere Publikationen betreffen kulturhistorische Darstellungen; zwei derartige Bücher erschienen unter dem Titel „Mainz - kunsthistorische Hinweise“ (2. Auflage 1974) und „Bacharach und die Viertäler-Region“ (Erfurt 1999).

Schließlich bedeutete die Gründung des FORUM LEBENDIGE JAGDKULTUR e.V., die mit den von ihm initiierten Treffen deutschsprachiger Jagdschriftsteller 1993 begann, die Basis gemeinsamer Aktivitäten zahlreicher Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Musiker, Historiker und Philosophen mit dem Ziel einer Erhaltung und Fortentwicklung der deutschen Jagdkultur, zu der auch Hermann Löns seinen Beitrag geleistet hat. Das FORUM gab eine Anthologie mit über dreißig Beiträgen zur Zeit lebender Schriftsteller, Lyriker, Maler und Bildhauer heraus, die Mitglieder sind („Mit grüner Feder. Jäger von heute erzählen“, Österreichischer Agrarverlag, Edition Hubertus, 1998).

Der Autor Dieter Voth ist Mitglied im Löns-Verband und hat jetzt eine Biographie des berühmten Physikers und Nobelpreisträgers Wilhelm Conrad Röntgen abgeschlossen mit dem Titel „Nach der Jäger Weise - Wilhelm Conrad Röntgen, Forscher und Jäger“, in der zahlreiche bislang unbekannte Fakten und Belege enthalten sind. Nicht minder wichtig wäre übrigens nach seiner Meinung auch eine zeitgemäße Löns-Biographie, die eine exakte Analyse und kritische Prüfung überlieferter Daten und Ansichten erforderte, mit dem Ziel, das interessante und bewegte Leben dieses Schriftstellers nüchtern, sachlich und ohne ideologische Komponente jedoch mit begründeter Sympathie nachzuzeichnen. Einen interessanten Einblick in mögliche Lönssche Themenbereiche hat er in dem gemeinsam mit Dr. Rolf Brunk in den „Hermann-Löns-Blättern“ veröffentlichten Artikel „Hermann Löns - Mythos, Kult und Wirklichkeit“ gegeben; auch für das Projekt einer zeitgemäßen neuen Biographie wird der Löns-Kenner Dr. Brunk als Co-Autor mitwirken. Bereits 1998 hatte Ehrenlandrat Wolfgang Buhr in seiner Festrede zur Löns-Woche gefordert, eine neue Edition Löns aufzulegen, die den ganzen, nicht nur den vertrauten, auch den anderen Löns zeigt.“

Da der Löns-Verband nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügt, wäre eine Autoreninitiative außerordentlich begrüßenswert. Wenn dann noch ein Verlag gefunden würde, wäre das Vorhaben „Löns-Biographie“ auch zu schaffen.

Geza

Aus den Lönskreisen

Hermann-Löns-Kreis Lüneburger Heide

Dr. Brandes referierte über Beisetzung von Löns

Dr. Wolfgang Brandes hielt am 13. März 2002 einen Dia-Vortrag in der Bibliothek Waldmühle in Soltau über die Beisetzung von Hermann Löns. Zu der Veranstaltung hatte die Freudenthal-Gesellschaft Soltau eingeladen. Der Vortrag war aufgrund der akribischen Recherchen fachlich hervorragend und ist ebenfalls beim Publikum sehr gut angenommen.

Auf Grund des Kompetenzgewirrs besonders von Partei-, Staats- und Wehrmachtsstellen glich die Überführung der sterblichen Überreste des 1914 in Frankreich als Kriegsfreiwilligen gefallenen Dichters der Heide teilweise einer Irrfahrt. Im November 1934 brachte ein Düsseldorfer Beerdigungsunternehmen Löns‘ Gebeine aus Frankreich nach Fallingbostel, obwohl das bei den Siebensteinhäusern vorgesehene Staatsbegräbnis wegen der bevorstehenden Anlegung des Truppenübungs-platzes abgesagt werden mußte.

Wenige Tage, bevor die von seiner Familie geplante Beisetzung im Tietlinger Wacholderhain stattfinden sollte, „entführten“ SA-Angehörige im Auftrag des Gauleiters Telschow den in der Fallingbosteler Friedhofskapelle aufgebahrten Sarg und bestatteten Löns bei Barrl.

Ein knappes Jahr später wurde Löns dann aber mit militärischen Ehren umgebettet. Dem Willen seiner Angehörigen und Freunde entsprechend, fand er im August 1935 im Tietlinger Wacholderhain seine letzte Ruhestätte. Über dieses Ereignis existiert auch ein kurzer 16mm Film, der auch schon des öfteren im Fernsehen gezeigt worden ist.

Dr. Brandes hat über die „Irrfahrt“ auch in der Chronik von Fallingbostel 1930 - 1995 ausführlich geschrieben. In dem Gedicht „Abendsprache“ von Löns hat dieser übrigens den Wunsch geäußert, daß auf seinem Grab kein Stein stehen sollte.

Geza

Österreichischer Hermann-Löns-Kreis

Einladung zur Löns-Feier in Pulkau

Wieder wird es Zeit, an unser Treffen in Pulkau zu denken.

Heuer ist der Termin Samstag, 31. August 2002. Beginn der Feierstunde um 17.00 Uhr beim „Lönsstein“ am Heidberg bei Pulkau.

Kommen wir wieder zahlreich und bringen wir Freunde und Bekannte mit.

Harald Cajka

Arbeitskreis der Hermann-Löns-Freunde

im Landkreis Gifhorn

Neuer Lönsstein in Bad Bodenteich

Am 18.08.2001 weihte der Fremdenverkehrsverein Bad Bodenteich im Kreis Uelzen einen Löns-Gedenkstein ein.

Der Hauptinitiator war der Vorsitzende H.-J. Wadsack. Er hob in seiner Ansprache das Wirken von Hermann Löns für die Heide hervor. Er übergab den Stein im Mittelpunkt einer Feierstunde an den Bürgermeister des Fleckens Bad Bodenteich, Claus-Dieter Reese. Für die musikalische Untermalung sorgten die Jagdhornbläser des Hegeringes Bodenteich und Wilfried Schuth mit dem Akkordeon.

Der Löns-Gedenkstein (siehe Foto) liegt in einer wunderschönen Heidelandschaft, die dem Flecken Bad Bodenteich gehört. Hier haben ein Heidschnuckenstall und ein Bienenstand schöne Plätze gefunden. Die Gemeinde und der Fremdenverkehrsverein haben mit großem Engagement schöne Heideflächen erhalten und ein Rad- und Wanderwegenetz geschaffen. Der See in der Ortsmitte sowie die Burg sind bei vielen Veranstaltungen Schauplatz vieler großer Veranstaltungen wie das Seefest und das urige Burgfest.

Durch Zufall habe ich anläßlich einer Radtour den Löns-Stein entdeckt, der jetzt Anlaufpunkt vieler Besucher ist.

Hans Schönecke

Neuerscheinungen

Buchrezensionen

Hermann Löns: Platonische Liebe

1986 wurde das „Kriegstagebuch“ von Hermann Löns als Bucherstausgabe in Walsrode der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele glaubten damals, daß dieses Buch nun das letzte von Löns selbst geschriebene Werk gewesen wäre. Es kam anders.

1990 gab T. Poschenrieder aus dem Nachlaß die „Platonische Liebe“ als Erstausgabe heraus. Das Jugendwerk (1888) von Löns war allerdings nicht gänzlich unbekannt. W. Deimann hatte bereits zwei Seiten in „Der andere Löns“ veröffentlicht. Der Grund für die Nichtveröffentlichung durch Löns ist allerdings nicht bekannt.

Ein junger Student verliebt sich in eine Verkäuferin und wird bei einem Pistolenduell mit einem anderen Korporierten getötet. Das Werk läßt eine Studentenliebe mit existentieller Tiefe erkennen. Im Vorwort schrieb seinerzeit W. Bröking, daß er die Novelle als „verheißungsvolles ‘Junglaub‘ seines späteren Erzählwerkes“ einschätzte.

Lt. Originalhandschrift von Löns lautet der Untertitel „Eine Greifswalder Studentengeschichte“. Der WJK-Verlag hat diese abgeändert in „Eine Studentengeschichte aus Greifswald“. Die Abänderung soll wohl darauf hinweisen, daß Löns sich einer schlagenden Verbindung, der Turnerschaft Cimbria angeschlossen hatte. Im kaiserlichen Deutschland war das durchaus ein herkömmlicher Weg eines Akademikers. Die stärkere Betonung des Couleurstudententums hat zur Folge, daß der Text der Novelle im Gegensatz zur Erstausgabe von 1990 um

- sieben waffenstudentische Gedichte,

- die Erzählung „Der Sekundantenschuß“ und

- 19 Briefe erweitert worden ist.

Die Briefe sind zum Teil dem Buch „Der Künstler und Kämpfer“ von W. Deimann entnommen.

In der Novelle, den Gedichten und Briefen kommen die Lönsschen Erfahrungen als Waffenstudent zum Ausdruck. Dem Herausgeber Bertrams und dem Verlag sei für dieses Buch gedankt. Der Kauf wird empfohlen. Die Besprechung der weiteren bereits erschienenen Bände „Gaudebamus“ und „Sie fechten gut, sie trinken gut...“ erfolgt in einem der nächsten Hefte.

Gerhard Zahmel

Hermann Löns: Platonische Liebe - Eine Studentengeschichte aus Greifswald - Gedichte, Briefe“, 91 Seiten, Format 13 x 18,5 cm, Paperback, WJK-Verlag, Nordstraße 9, 40724 Hilden, 10,20 EURO plus Versandkosten, ISBN 9-933892-42-2

Weitere corpsstudentische Veröffentlichungen

Im Buch „Einst und jetzt“, Jahrbuch 1990 des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, ist der hervorragende Aufsatz von Thomas Schindler „der Poet und Paukant Hermann Löns“ auf den Seiten 173 bis 194 veröffentlicht. Ein ähnlicher Aufsatz erschien von Schindler in dem Buch „Historia academica“, Band 39, Jahrgang 2000. Auf den Seiten 167 bis 194 ist der Aufsatz „Hermann Löns und Alfons Paquet als Turnerschafter“ erschienen.

Karl-Rolf Lückel

Internet

Verband der Hermann-Löns-Kreise

in Deutschland und österreich E. V.

1. Vorsitzende: Verw.-Angest. i. R. Monika Seidel, Flachsröten 4, 29664 Walsrode, Tel.: 05161/6777, zwei gleichberechtigte 2. Vorsitzende:

2. Vors.: Buchhändler Harald Cajka, Hauptstraße 60 A/14, A-3021 Preßbaum bei Wien, Tel. v. Deutschl.: 0043/2233/52792 oder GSM 0043/664/1822838; 2. Vors.: Karl-Heinz Beckmann, An der Vogelrute 46-50, 59387 Ascheberg-Herbern, Tel.: 02599/1886, Fax: 02599/7300,
e-mail: K.h.beckmann@euroroll.de; Geschäftsführer: unbesetzt; Pressereferent: Jura-Student Rüdiger-Mirco Nijenhof, Celler Straße 9, 29664 Walsrode, Tel.: 05161/603383; Schriftführer: Stadtamtsrat Gerhard Zahmel, Anschr. u. Tel.: s.u.; Vorstandsmitglied: Prof. Dr. Fritz Fricke, Hermann-Löns-Str. 9, 29664 Walsrode, Tel.: 05161/3588.

Anschrift der Geschäftsstelle: Hermann-Löns-Straße 8, 29664 Walsrode

Geschäftskonten: Kreissparkasse Walsrode, Nr. 1 341 890 (BLZ 251 523 75)
Volksbank Lüneburger Heide eG in Walsrode, Nr. 9 094 800 (BLZ 258 916 36)

Spendenkonto für Löns-Standbild:

Kreissparkasse Walsrode, Nr. 1534536 (BLZ 251 523 75)

IMPRESSUM

H E R M A N N - L Ö N S - B L Ä T T E R
Schriftleitung: Heide Doose, Wolfgang Doose, Walsroder Straße 117, 29699 Bomlitz-Uetzingen, Tel.: 05161/8297; Friederike Brehme, Stellichte 85, 29664 Walsrode, Tel.: 05168/919147; Gerhard Zahmel (verantwortl. Schriftleiter), Rathaus, 29664 Walsrode, Tel.: 05161/977197, Fax: 977262. Die namentlich gekennzeichneten Beiträge geben die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Kostenloser Abdruck nach vorheriger Genehmigung des Schriftleiters gestattet. Die Mitteilungen erscheinen viermal im Jahr. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

ISSN 0935 - 5316 - Druck: J. Gronemann KG, Walsrode

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Zuletzt geändert am: 11.10.2002

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